Zum regressiven Bedürfnis postwachstumsorientierter Kapitalismuskritik – wie die Linke der Rechten sekundiert

Der zu schwindelerregender Höhe aufgetürmte Wohlstand gleicht einem
Kartenhaus, das eine fatale Unvereinbarkeit heraufbeschwört: Zunehmende
Fallhöhe trifft auf zunehmende Instabilität. Je höher das Stockwerk, desto
tiefer der Fall, wenn alles zusammenstürzt.“1

Mit diesen apokalyptisch anmutenden Worten leitet Volkswirt und Attac-Mitglied Niko Paech sein postwachstumstheoretisches Werk, „Befreiung vom Überfluss“, ein. Darin predigt er ein Ideal vom „menschlichen Maß“, welches durch Konsumverzicht und Subsistenzwirtschaft gegen eine vermeintliche Katastrophe globalen Ausmaßes gewendet werden soll. […]