Besprechung von Vojin Saša Vukadinović (Hg.): Freiheit ist keine Metapher. Antisemitismus, Migration, Rassismus, Religionskritik

Nach den Sammelbänden Feministisch streiten und Beißreflexe, die hohe Wellen in den Debatten linker, feministischer und akademischer Provenienz schlugen1, legt der Berliner Querverlag einen neuen Sammelband auf, der vom Historiker Vojin Saša Vukadinović herausgegeben wird und thematisch anschließt. Vukadinović war bereits als Autor an Beißreflexe beteiligt, tritt als scharfer Kritiker der Gender Studies und queerem… Besprechung von Vojin Saša Vukadinović (Hg.): Freiheit ist keine Metapher. Antisemitismus, Migration, Rassismus, Religionskritik weiterlesen

Zum regressiven Bedürfnis postwachstumsorientierter Kapitalismuskritik – wie die Linke der Rechten sekundiert

„Der zu schwindelerregender Höhe aufgetürmte Wohlstand gleicht einem Kartenhaus, das eine fatale Unvereinbarkeit heraufbeschwört: Zunehmende Fallhöhe trifft auf zunehmende Instabilität. Je höher das Stockwerk, desto tiefer der Fall, wenn alles zusammenstürzt.“1 Mit diesen apokalyptisch anmutenden Worten leitet Volkswirt und Attac-Mitglied Niko Paech sein postwachstumstheoretisches Werk, „Befreiung vom Überfluss“, ein. Darin predigt er ein Ideal vom… Zum regressiven Bedürfnis postwachstumsorientierter Kapitalismuskritik – wie die Linke der Rechten sekundiert weiterlesen

Der lange Arm der nationalsozialistischen Rechtsprechung. Über den Tod Philipp Auerbachs und die „zweite Schuld“ der Deutschen.

Am 16. April 1952 trat in München ein aus ehemaligen Nationalsozialisten bestehendes Gericht zu einer Verhandlung über Holocaustüberlebenden Philipp Auerbach zusammen. Den Vorsitz des dreiköpfigen Gerichts übernahm kurzfristig der ehemalige Pg. Josef Mulzer, der in der Zeit des Nationalsozialismus zum Oberkriegsgerichtsrat aufstieg. Auch einer der beiden Staatsanwälte sowie der psychiatrische Sachverständige, Wulf Ziehen, waren ehemalige… Der lange Arm der nationalsozialistischen Rechtsprechung. Über den Tod Philipp Auerbachs und die „zweite Schuld“ der Deutschen. weiterlesen

Ihr wollt Fußball so wie früher? Kritik der politischen Ökonomie und traditionalistischer Affirmation des postmodernen Fußballs

Eine vitale Diskussion entwickelte sich in den vergangenen Jahren, zumal durch den Aufstieg des RB Leipzig, über die Kommerzialisierung des Fußballsports, vermeintliche Heuschrecken, verkürzte Kapitalismuskritik, Plastikmannschaften, echte Fans und nicht zuletzt die Frage, ob die Anhängerschaft eines Vereins denn nun „Links“ oder „Rechts“ wäre. Emanzipierte Fußballfans, insbesondere Assoziierte der Ultra-Bewegung treten bei Mitgliederversammlungen selbstbewusst als… Ihr wollt Fußball so wie früher? Kritik der politischen Ökonomie und traditionalistischer Affirmation des postmodernen Fußballs weiterlesen

Antisemitismus ist ohne Relevanz. Zum Tod von Ernst Nolte und dem deutschen Selbstverständnis

Ernst Nolte ist gestorben und eine Reihe von Nachrufen ging durch den deutschen Feuilleton. Wie Nachrufe so sind – über Tote soll man nicht schlecht sprechen – halten sie ihre Bewertungen in den vermeintlichen Grenzen der Freundlichkeit und behaupten mal lapidar häufig anerkennend, Ernst Nolte sei der Historiker, der den Historikerstreit initiierte – als sei… Antisemitismus ist ohne Relevanz. Zum Tod von Ernst Nolte und dem deutschen Selbstverständnis weiterlesen

Europäischer Antizionismus. Zur "Wiedergutwerdung Europas" am Pariastaat Israel.

Das Jahr 2015 erscheint aus Sicht der Europäischen Union als Krisenjahr, welches die Staatengemeinschaft vor mehrere Zerreißproben stellte. Der wirtschaftliche und folglich soziale Kollaps Griechenlands, die nationale Rückbesinnung Großbritannien sowie die Flüchtlingstrecks über das Mittelmeer und durch den Balkan stellen die EU vor fundamentale Fragen. Nicht nur die wirtschaftliche Zusammenarbeit sondern auch die politische Annäherung… Europäischer Antizionismus. Zur "Wiedergutwerdung Europas" am Pariastaat Israel. weiterlesen

Mit Vater Staat gegen die Zivilgesellschaft.

Zuckerbergs Spende und das Echo des deutschen Denkens. Mark Zuckerberg ist in Deutschland unbeliebt. Im Februar 2014, während der geplanten Übernahme von WhatsApp, holte der Karikaturist Burkhard sogar antisemitische Klischees aus der Trickkiste: Er zeichnete Facebook als „Datenkrake“ mit Hakennase und Pejes. Anlässlich der Geburt seiner Tochter Max eröffnet Zuckerberg, 45 Milliarden US-Dollar, also etwa… Mit Vater Staat gegen die Zivilgesellschaft. weiterlesen

Mit einem charmanten Neurotiker auf Entdeckungsreise durch Israel – Rezension zu Tuvia Tenenboms neuem Buch "Allein unter Juden"

Als am 18. November 2014 zwei palästinische Extremisten vier Menschen in einer Jerusalemer Synagoge ermordeten, zeigten sich sogar deutsche Medien einigermaßen bestürzt. Das heute journal, stets bemüht um eine (israel-)kritische Berichterstattung schaffte es, die Familie des getöteten Attentäters zu interviewen, die nicht nur von der Verzweiflung der palästinensischen Bevölkerung lamentieren durften, sondern auch noch das… Mit einem charmanten Neurotiker auf Entdeckungsreise durch Israel – Rezension zu Tuvia Tenenboms neuem Buch "Allein unter Juden" weiterlesen