Roboterkommunismus – nur eine Utopie?

Mathias Beschorner über Aaron Bastani: Fully Automated Luxury Communism. »The fact is, that civilisation requires slaves. The Greeks were quite right there. Unless there are slaves to do the ugly, horrible, uninteresting work, culture and contemplation become almost impossible. Human slavery is wrong, insecure, and demoralising. On mechanical slavery, on the slavery of the machine,… Roboterkommunismus – nur eine Utopie? weiterlesen

Antisemitismus und der Hass auf die „halbierte Aufklärung“

Samuel Salzborns neues Buch Globaler Antisemitismus als Plädoyer für einen antimissionarischen Universalismus. Der derzeitig am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin als Gastprofessor arbeitende Politikwissenschaftler Samuel Salzborn gilt als einer der renommiertesten Experten zum Thema Antisemitismus. Sein neues Buch bietet eine strukturanalytische und weltgeschichtliche Perspektive, die einerseits pointiert den Stand der theoretischen Antisemitismusforschung widerspiegelt, andererseits… Antisemitismus und der Hass auf die „halbierte Aufklärung“ weiterlesen

Unterwerfung. Skizze zum autoritären Charakter in islamischen Gesellschaften

Die Theorie des sadomasochistischen bzw. des autoritären Charakters der frühen Kritischen Theorie wurde seit ihrem Entstehen immer wieder erweitert und aktualisiert. Allerdings beschränken diese Erweiterungen sich zum Großteil auf die bürgerliche Moderne des sogenannten Westens und deren Entwicklung. Genau an dieser Stelle soll dieser Text das bisher geleistete transferieren: In diesem Text soll die spezifische… Unterwerfung. Skizze zum autoritären Charakter in islamischen Gesellschaften weiterlesen

Praxis und Aktion. Über die Aufgabe kritischer Theorie und die Armut der 'Ideologiekritiker'

Hat man die zentralen Vertreter der Kritischen Theorie studiert, und von sog. ideologiekritisch bewegten hofft man, es erwarten zu dürfen, weiß man zur Ideologiekritik wenigstens zweierlei zu sagen. Das eine betrifft ihren Zweck, das andere ihren Modus. In Horkheimers 1937 veröffentlichten, programmatischen Aufsatz „Traditionelle und kritische Theorie“ legte er den Grundstein für die spätere Entwicklung… Praxis und Aktion. Über die Aufgabe kritischer Theorie und die Armut der 'Ideologiekritiker' weiterlesen

Weibergemeinschaft. Eigentumsrecht als ideologisches Moment des Zwangscharakters Prostitution.

Voller Überzeugung wirft Tess Hermann in der Frankfurter Rundschau in die Debatte zur Reform des Prostitutionsgesetzes von 2016 ein, dass die „Sexarbeit“ ein „Job wie jeder andere“ sei, denn es gehe schließlich darum, „über die Runden zu kommen“ und ebenso wie das Kellnern gebe es „Nachtschichten, zugerauchte Kneipen und alkoholisierte Gäste“. Lediglich die „Stigmatisierung“ der… Weibergemeinschaft. Eigentumsrecht als ideologisches Moment des Zwangscharakters Prostitution. weiterlesen

Der Kritiker übt Resonanz. Einblicke in ein deutsches Postwachstumskolleg und deren Grundlegungen durch Hartmut Rosa

„Wir sind Teil von degrowth in Bewegung(en)“ – stolz prangt dieses Bekenntnis auf der Homepage des Postwachstums-Kollegs an der Universität Jena. Dass diese Vermischung von Theorie und Praxis eines der Kernelemente des Postwachstumstopos darstellt, wurde früh erkannt. Auffällig scheint hieran, dass selten so unumwunden, gutgelaunt und freimütig die instrumentelle Eingebundenheit der insbesondere soziologischen akademischen Forschung… Der Kritiker übt Resonanz. Einblicke in ein deutsches Postwachstumskolleg und deren Grundlegungen durch Hartmut Rosa weiterlesen

No interest – no future

Die Finanzkrise aus sozialdemokratischer, also systemimmanenter Perspektive zu analysieren bietet zwar wenig ökonomische Erkenntnisse (außer, dass Krisen eben passieren), jedoch hilft es einem im Land von Schramm und Pispers, Walser und Grass die gesellschaftlichen Entwicklungen nach dem Zusammenbruch des US-Immobilienmarkts 2007 zu verstehen. Mag man nämlich nicht wahrhaben, dass die Krise unumgänglicher Bestandteil kapitalistischer Vergesellschaftung… No interest – no future weiterlesen

Zum regressiven Bedürfnis postwachstumsorientierter Kapitalismuskritik – wie die Linke der Rechten sekundiert

„Der zu schwindelerregender Höhe aufgetürmte Wohlstand gleicht einem Kartenhaus, das eine fatale Unvereinbarkeit heraufbeschwört: Zunehmende Fallhöhe trifft auf zunehmende Instabilität. Je höher das Stockwerk, desto tiefer der Fall, wenn alles zusammenstürzt.“1 Mit diesen apokalyptisch anmutenden Worten leitet Volkswirt und Attac-Mitglied Niko Paech sein postwachstumstheoretisches Werk, „Befreiung vom Überfluss“, ein. Darin predigt er ein Ideal vom… Zum regressiven Bedürfnis postwachstumsorientierter Kapitalismuskritik – wie die Linke der Rechten sekundiert weiterlesen

Post-Wachstum – Post-Fortschritt – Post-Fakt. Von der wachsenden Diskrepanz zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit.

Wenn es eine Gewissheit im gesellschaftlichen Handeln gibt, dann diese: Veränderungen machen Angst. Genauer gesagt ist es das befreiende Potenzial dieser Veränderungen, das gleichzeitig für Unbehagen sorgt. Veränderungen werden immer kollektiv selbst erzeugt, trotzdem kann keine gesellschaftliche Entwicklung stattfinden, ohne dass sie irgendwen verunsichert oder verängstigt. Das liegt nicht etwa daran, dass der Mensch, wie… Post-Wachstum – Post-Fortschritt – Post-Fakt. Von der wachsenden Diskrepanz zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit. weiterlesen

Medikamentenknappheit. Anatomie einer Mangelwirtschaft

Als im Oktober 2016 im ostchinesischen Jinan eine Explosion die örtliche Fabrik des Pharma-Subunternehmens Qilu stilllegte, waren die Folgen bald darauf weltweit zu spüren. In dem Werk fand ein großer Teil der weltweiten Produktion von Piperacillin/Tazobactam statt. Auch in Deutschland kam es daraufhin über einen großen Teil des folgenden Jahres zu Lieferengpässen für das Medikament.