Kategorie: Call4papers

Zwischen Booster und Notbremse

Wenn „No Future“ als Gipfel der Kulturkritik erscheint und das deutsche Start-up Ampelkoalition mit seinem Programm „Mehr Fortschritt wagen“ klarmacht, dass jede Hoffnung Risikokapital bleiben muss, lohnt sich die Erinnerung an eine althergebrachte und nun scheinbar wieder in Mode gekommene Idee: Fortschritt. Ging und geht es immer weiter aufwärts? Kann man Glück berechnen? Und lässt sich der Mensch als Störgröße einfach aus der Gleichung des Fortschritts streichen? Das Distanz-Magazin springt auf den fahrenden Tesla auf und fragt in seiner Nr. 7 nach konkreten Auseinandersetzungen mit dem vorhandenen Fortschreiten des gesellschaftlichen Unwesens. Wir freuen uns über Ideenskizzen, Anregungen und künstlerische Beiträge zum Thema. Schickt uns einfach eure Ideen bis zum 13. Februar 2022 an distanzmagazin[ät]protonmail.com

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CALL FOR PAPERS #6 Distanz

CALL FOR PAPERS AUSGABE 6: Distanz Unsere gegenwärtige Situation dient uns zum Anlass, unseren Magazin-Titel Distanz als ein zentrales Moment gesellschaftlicher Verhältnisse auszuweisen. Hierbei stellt sich die Frage nach deren Bedeutung für die Krise der Gesellschaft, wie sie gerade jetzt überdeutlich zutage tritt. In der Krise wird Distanz in doppelter Hinsicht zum Problem: Einerseits verursacht sie Angst, aufgrund von Entfremdung den sozialen Zusammenhang zu verlieren und andererseits wegen zwanghafter Verbundenheit nicht von diesem loszukommen. Beides offenbart die Bedrohtheit der menschlichen Existenz, die stets verdrängt werden muss. In der Krise äußert sich diese Verdrängung sowohl als Sehnsucht nach unmittelbarer Überwindung der Distanz sowie nach fortgesetzter Distanzierung und kettet damit die Einzelnen in ihrer Bewusstlosigkeit noch stärker an die Unerbittlichkeit des falschen […]

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