Alle sind Charlie, keiner ist Jude.

Nach den blutigen Anschlägen islamistischer Terroristen auf die Pariser Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ entwickelte sich innerhalb weniger Stunden eine erstaunliche, globale Solidaritätskampagne. In Karikaturen wurde der Angriff auf die Redaktion unter anderem mit dem Terroranschlag auf das World Trade Center verglichen und in der Gefühlswelt vieler Menschen wohl auch als ähnlich verstanden, denn:

Mit einem charmanten Neurotiker auf Entdeckungsreise durch Israel – Rezension zu Tuvia Tenenboms neuem Buch "Allein unter Juden"

Als am 18. November 2014 zwei palästinische Extremisten vier Menschen in einer Jerusalemer Synagoge ermordeten, zeigten sich sogar deutsche Medien einigermaßen bestürzt. Das heute journal, stets bemüht um eine (israel-)kritische Berichterstattung schaffte es, die Familie des getöteten Attentäters zu interviewen, die nicht nur von der Verzweiflung der palästinensischen Bevölkerung lamentieren durften, sondern auch noch das… Mit einem charmanten Neurotiker auf Entdeckungsreise durch Israel – Rezension zu Tuvia Tenenboms neuem Buch "Allein unter Juden" weiterlesen

Bienheureux ceux qui croient à l'amour plus qu'à la haine.

Wenige Stunden ist der Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo her. 12 Menschen sind dabei nach aktuellem Stand ermordet worden. Zwar weiß man zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht, wer diese Tat begangen hat, dass ein Satireblatt bei den Tätern allerdings einen Hass hervorruft, der sie töten lässt, sagt viel über diese aus.

Staaten sind statisch – Gedanken zum Kampf gegen den IS

Al-Quadia, so sind sich beinahe alle Berichte über den Islamischen Staat einig, hat seine Führungsrolle in der Welt der islamistischen Terrorgruppierungen an eben diesen verloren. Das Ziel, einen auf religiösen Interpretationen aufbauenden Herrschaftsapparat zu errichten, hätte Al Quadia zwar jahrelang verfolgt, aber nie erreicht. Umso düpierender demnach, die Geschwindigkeit in welcher ein solcher Staat nun… Staaten sind statisch – Gedanken zum Kampf gegen den IS weiterlesen

Das Ende der (Ersten) Welt wie wir sie kannten

Schwerlich kam man in den vergangen Wochen an Jeremy Rifkins Ansatz der Null-Grenzkosten-Gesellschaft vorbei. Zu präsent war der Autor dafür in den öffentlich-rechtlichen Programmen, zu brisant die Ankündigung, ein Wirtschaftswissenschaftler prophezeie das Ende des Kapitalismus.

Verhältnismäßigkeit im Streikrecht

Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit liegt gemäß der grundsätzlichen Konstruktion des Rechtssystems nur in der Beziehung Staat-Bürger vor. Im Zuge des Über- und Unterordnungsverhältnisses zwischen Staat und Bürger_in ist es notwendig, dass der Staat verhältnismäßig handelt. Seine Handlungen müssen also einem legitimen Zweck dienen und Maßnahmen zur Erreichung dieses Zwecks müssen geeignet, erforderlich und angemessen sein.

Mit Humor gegen das Sakrosankte (Teil 1) – Frederic Heisig, Daniel Reichelt und Sebastian Stahl vom WildWuchs Theater Bamberg im Interview

Frederic Heisig, Daniel Reichelt und Sebastian Stahl vom WildWuchs Theater Bamberg im Interview über ihr letztes Stück Die Schachnovelle nach Stefan Zweig. Diesen Samstag (15.11.) findet die Premiere der neuen Inszenierung des WildWuchs Theaters Stühle – eine groteske Farce von Eugène Ionesco statt. Nach dem ersten Stück Warten auf Godot vor fünf Jahren mal wieder… Mit Humor gegen das Sakrosankte (Teil 1) – Frederic Heisig, Daniel Reichelt und Sebastian Stahl vom WildWuchs Theater Bamberg im Interview weiterlesen

Was müssen das für Menschen sein, die sich die Arbeit machen, Bücher über die Kritik der Arbeit zu schreiben?

Bierernst sang Peter Licht 2006 vom Ende des Kapitalismus, dass der alte Schlawiner uns lang genug auf der Tasche gelegen, nun aber endlich vorbei sei. Mit der im darauffolgenden Jahr einsetzenden Finanzkrise wurde der Song zum Mantra aller zivilisationsmüden PostwachstumsaktivistInnen, die es leid waren, ihre ‚kapitalistischen Bäuche‘ noch länger mit sich herumzutragen. Vom Ende des… Was müssen das für Menschen sein, die sich die Arbeit machen, Bücher über die Kritik der Arbeit zu schreiben? weiterlesen

Das Unaufgeregte der Provinz als Heilmittel für die interaktive Kunst – Rezension der Ausstellung WERKsHANDLUNGen vom Künstlerinnenduo zwischenbericht

„Obwohl die formale Entwicklung der Kunst in immer schnellerem Tempo weitergegangen ist, ist ihre gesellschaftliche Funktion verkümmert. Kunst ist eine Ware von vorübergehender Aktualität, aber der Markt ist winzig und Ansehen und Preise steigen, je weniger aktuell das Angebot ist. Es fällt mir schwer mich damit abzufinden, dass Kunst nicht zur Lösung drängender gesellschaftlicher Probleme… Das Unaufgeregte der Provinz als Heilmittel für die interaktive Kunst – Rezension der Ausstellung WERKsHANDLUNGen vom Künstlerinnenduo zwischenbericht weiterlesen