CALL FOR PAPERS

Call for Papers zur Ausgabe #4:
Kritik der Postwachstumsgesellschaft

cropped-MG_92652.jpgDie eschatologische Idee einer vom Wachstum befreiten und folglich mit der Natur versöhnten Gesellschaft hat in Deutschland in den letzten Jahren enormen Zulauf von allen politischen Spektren und Milieus erhalten. Unter dem Slogan „Postwachstumsgesellschaft“ bzw „Degrowth“ formiert sich ein Denkkollektiv von Bauwagenlinken über grünbewegte FeministInnen und konservative Abgeordnete bis zu kapitalismuskritischen Deutschnationalen, wodurch eine diffuse Produktion alternativer Lebensstile und Gesellschaftsentwürfe produziert und vorgestellt werden, deren Grundlagen und Konzepte, flankiert von wissenschaftlichem Personal, als vernunftgemäß erscheinen. Um nicht weniger als den Erhalt der Welt und dem Aufhalten eines apokalyptischen Zustandes, auf den die kapitalistische Sehnsucht nach Wachstum hinsteuere, geht es den vom Postwachstum Bewegten, wobei dieses Drohpotential auch den hohen Zulauf generiert, den etwa die „degrowth-Konferenz“ in Leipzig 2014 erfuhr: Über 2000 InteressentInnen wurden empfangen, wodurch die Tagung eine Teilnehmerzahl erreichte, die mit dem größten geisteswissenschaftlichen Kongress Deutschlands, dem Historikertag, konkurriert.

Gleichzeitig regte und stabilisierte sich Kritik am ideologischen Gehalt, der regressiven Kapitalismuskritik und dem Querfrontansatz der Postwachstumsbewegten, etwa durch die „Interessengemeinschaft Robotercommunismus Leipzig“. Die Redaktion des Magazin Distanz will hieran anknüpfen und widmet der „Postwachstumsgesellschaft“ deshalb die kommende Ausgabe. Wir rufen dazu auf, Abstracts für Aufsätze, Interviews etc. der kommenden Ausgabe einzureichen, die sich aus materialistischer und ideologiekritischer Sicht mit den politischen und ökonomischen Ideen sowie der soziologischen und historischen Formation der Postwachstumbewegten beschäftigen.

Wir bitten um Zuschriften in Form eines Abstracts von maximal einer Seite bis zum 15. Oktober 2016. Geplant sind Artikel von etwa 3 bis 8 Seiten Länge.

Die Distanz ist ein ideologiekritisches Magazin, das sich der Kritik deutscher Konsenswünsche sowie linker Befindlichkeiten verschrieben hat. Generell sind Einsendungen zu allen Themen linker Theorie und Praxis erwünscht. Gerne publizieren wir Artikel, die aus ideologiekritischer Perspektive zum tagespolitischen Geschehen Bezug nehmen. Wir freuen uns auf ein breites thematisches Spektrum in jedem Magazin und bitten deshalb ausdrücklich auch um Zusendungen, die nicht dem Rahmenthema entsprechen.

Falls Sie Interesse haben, einen Beitrag zum Rahmenthema oder einen generellen Beitrag zu verfassen, dann schicken Sie bitte einen Abstract von maximal einer Seite bis zum 15. Oktober 2016 per Email an redaktion[at]distanz-magazin.de

Zusätzlich bietet die Distanz auf ihrem Blog den Rahmen zur Besprechung relevanter und aktueller Sachbücher. Diese Artikel sind nicht termingebunden, weshalb Sie uns jederzeit eine Rezension zukommen lassen können.

Einsendeschluss für Abstracts: 15. Oktober 2016

Emailadresse: redaktion[at]distanz-magazin.de

Internetauftritt: www.distanz-magazin.de

Facebook: www.facebook.de/distanzmagazin

Twitter: www.twitter.de/DistanzMagazin

 

1626 Total Views 3 Views Today

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.